Die im Folgenden genannten Umsatz- und Beschäftigtenzahlen beziehen sich ausschließlich auf den Markt der Anbieter von Speditions- und Logistikdienstleistungen. Die Leistungen und Beschäftigten der Logistikabteilungen von Industrie und Handel werden dabei nicht berücksichtigt.
 
Beschäftigte in Spedition und Logistik
 
Im Jahr 2020 beschäftigten die Speditions- und Logistikdienstleister insgesamt 595.016 Menschen. Die Beschäftigtenzahl sank damit im Vergleich zum Vorjahr trotz der Corona-Krise nur leicht um 1,5 Prozent, nachdem sie seit 2010 beständig gewachsen war.. Die Branche bietet damit zwar rund 0,6 Millionen Menschen Arbeit, dennoch ist ein Großteil ihrer Betriebe der Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zuzurechnen. Unter anderem prägen die regionalen Produktions- und Verbrauchsstrukturen die Betriebsgröße der Branche. So verfügen rund 50 Prozent der Betriebe über bis zu 50 und nur 15 Prozent über mehr als 200 Mitarbeiter.
 
Umsatz in Spedition und Logistik
 
Seit 2010 stieg der Umsatz der Branche stetig an, 2019 gab es konjunkturell bedingt nur ein leichtes Minus von 0,7 Prozent auf 114,8 Mrd. Euro. Für 2020 sind noch keine amtlichen Daten aus der Dienstleistungsstatistik verfügbar. Auf der Basis indexierter Umsatzangaben aus der Konjunkturstatistik des Statistischen Bundesamts für 2020 ist trotz der Corona-Krise nur mit einem leichten Rückgang zu rechnen, weil die Umsätze nach dem Einbruch im 2. Quartal im Jahresverlauf 2020 wieder zugelegt haben. Der Branchenumsatz für 2020 dürfte nach den Schätzungen des DSLV bei ca. 114,2 Milliarden Euro liegen.
 
 

Jahr

Beschäftigte

Umsatz
(Mrd. Euro)

2003

475.593

48,6

2004

480.939

54,9

2005

497.715

59,7

2006

487.822

65,6

2007

497.715

77,2

20081

529.587

79,8

2009

501.242

67,6

2010

507.298

78,4

2011

519.758

88,7

2012

520.914

91,1

2013

524.351

93,2

2014

532.338

102,32

2015

543.126

99,0

2016

555.204

104,6

2017

578.564

108,8

2018

605.770

115,7

2019

604.181

114,8

2020 595.016  114,23

 

Datenquellen: Dienstleistungsstatistik, Statistisches Bundesamt; Beschäftigtenstatistik, Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen.

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Ab dem Berichtsjahr 2008 wird die revidierte Wirtschaftszweigklassifikation (WZ) angewendet (Ausgabe 2008). Bei einer Revision in 2016 hat sich aufgrund verbesserter Datenaufbereitung die Zahl der Beschäftigten und der Betriebe ohne Angabe zum Arbeitsort und Wirtschaftszweig reduziert. Deswegen treten Abweichungen rückwirkend bis einschließlich 2008 gegenüber zuvor veröffentlichten Daten auf.

2 Der sehr starke Anstieg gegenüber 2013 (+9,1 Milliarden Euro) ist überwiegend auf eine Erweiterung der statistischen Erfassung auf Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von weniger als 17.500 Euro im Jahr zurückzuführen.

3 DSLV-Prognose