Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinkt im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 5,0 Prozent (kalenderbereinigt minus 5,3 Prozent). Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten. Allerdings fiel der konjunkturelle Einbruch den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als während der Finanz- und Wirtschaftskrise (minus 5,7 Prozent im Jahr 2009). 

 
Mit minus 6,0 Prozent so stark wie noch nie eingebrochen sind im Jahr 2020 die privaten Konsumausgaben. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem Anstieg von 3,4 Prozent auch in der Corona-Krise stabilisierend. Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten mit minus 3,5 Prozent den deutlichsten Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Dabei legten die Bauinvestitionen entgegen diesem Trend um 1,5 Prozent zu. In Ausrüstungen – das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurden im Jahr 2020 dagegen 12,5 Prozent weniger investiert als im Vorjahr. 
 
Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf den Außenhandel massiv aus: Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte um 9,9 Prozent, die Importe um 8,6 Prozent (sämtliche Prozentangaben preisbereinigt). 
 
Erste Ergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im 4. Quartal 2020 wird das Statistische Bundesamt am 29. Januar 2021 veröffentlichen. Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind abrufbar unter: 
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html