Nach kurzfristiger Verabschiedung durch das Bundeskabinett ist die Verordnung zum Schutz vor einreisebedingten Infektionsgefahren in Bezug auf neuartige Mutationen des Coronavirus SARS-CoV-2 nach Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag am 22. Dezember 2020 in Kraft getreten.
 
Danach müssen Reisende, die sich zehn Tage vor ihrer Einreise im Vereinigten Königreich, Nordirland und Südafrika aufgehalten haben, ab dem 22. Dezember 2020 ein negatives Testergebnis vorweisen, bevor ihnen die Einreise gestattet wird. Das gilt auch für die Beschäftigten im Frachtsektor. 
 
Der Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein. Gleichzeitig werden sämtliche Personenbeförderungen per Eisenbahn, Bus, Schiff oder Flugzeug aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika nach Deutschland untersagt. Ausgenommen davon sind reine Frachtflüge. 
 
Die Regelungen sollen dazu dienen, die Auswirkungen der vor allem in Großbritannien aufgetretenen Variante des Coronavirus kurzfristig einzudämmen und treten spätestens mit Ablauf des 6. Januar 2021 wieder außer Kraft.
 
Währenddessen hat Frankreich seine Grenze nach Großbritannien in der Nacht zum 23. Dezember 2020 für Einreisende mit einem negativen Testergebnis wieder geöffnet. Damit dürfen auch die auf der britischen Seite des Kanaltunnels festsitzenden Lkw-Fahrer ihre Fahrt fortsetzen, sofern sie einen negativen Corona-Test vorweisen können.

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