Nach einer aktuellen Antwort der Bundesregierung (Anlage) kann eine durch COVID-19 verursachte Erkrankung eine Berufskrankheit im Sinne der Nr. 3101 der Berufskrankheitenliste sein. Voraussetzung sei allerdings, dass die Betroffenen Arbeitnehmer im Gesundheitsdienst, der Wohlfahrtspflege oder einem Laboratorium arbeiten oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße ausgesetzt seien. Grundsätzlich sei jedoch eine Anerkennung in allen Berufszweigen möglich.
 
In den Fällen, in denen keine Anerkennung einer COVID-19-Erkrankung als Berufskrankheit möglich sei, könne jedoch die Anerkennung als Arbeitsunfall im Einzelfall möglich sein, bei dem ebenfalls das Leistungsspektrum der gesetzlichen Unfallversicherung eröffnet sei. Voraussetzung sei hier ein intensiver beruflicher Kontakt mit einer mit dem SARS-CoV-2-Erreger infizierten Person.
 
Nach Angaben der Bundesregierung wurden im Bereich der Berufsgenossenschaft Transport und Verkehrswirtschaft mit 21 Unfallmeldungen mit die niedrigsten COVID-19-Erkrankungen aller Branchen beim Versicherungsträger angezeigt.

Typ Dokument (Download) Dateigröße
pdf Corona als Arbeitsunfall und Berufskrankheit.pdf 305,8 KB