Am 25. September 2018 beziehungsweise am 1. Oktober 2018 traten Änderungen beim am 18. April 2017 in Polen eingeführten elektronischen Überwachungssystem für die Beförderungen bestimmter Waren in Kraft.

Die polnische Fiskus- und Zollbehörde wendet seit dem Frühjahr 2017 bei der Beförderung bestimmter betrugsanfälliger Warengruppen ein elektronisches Überwachungssystem an, dem im Wesentlichen die Warengruppen Treibstoffe, mineralische Öle, Alkohol und pflanzlichen Öle und Fette unterliegen.
 
Nach Mitteilung der polnischen Behörden trat am 25. September 2018 eine aktuelle Liste der dem „SENT“ unterliegenden Warengruppen in Kraft. Des Weiteren gaben die polnischen Behörden bekannt, dass ab 1. Oktober 2018 bei der Beförderung von Waren, die dem SENT-System unterliegen, im Fahrzeug eine Vorrichtung zur Übertragung von Ortungsdaten mitzuführen ist.

Als Ortungsgeräte können z. B. ein Tablet oder Smartphone eingesetzt werden, die mit der ent-sprechenden SENT GEO Applikation ausgestattet sind. Mit Hilfe der Ortungsgeräte soll eine lückenlose Überwachung der Fahrzeugbewegungen durch den polnischen Zoll sichergestellt werden.

Sofern das Ortungsgerät mehr als eine Stunde außer Betrieb ist, ist der Fahrer verpflichtet, den nächsten Parkplatz anzufahren. Bei Nichtbefolgung können das Transportunternehmen mit einem Bußgeld von 10.000 Zloty und der Fahrer mit einer Strafe von 5.000 bis 7.500 Zloty belangt werden. Bis zum 31. Dezember 2018 gelten jedoch Übergangsfristen, in denen keine Bußgelder ausgestellt werden.
 
Ein deutschsprachiges Merkblatt der polnischen Fiskus- und Zollbehörden über die zum 1. Oktober 2018 in Kraft getretenen Änderungen sowie die Auflistung der seit 25. September 2018 vom SENT-System betroffenen Warengruppen ist diesem Rundschreiben als Anlage beigefügt.

Typ Dokument (Download) Dateigröße
pdf Merkblatt SENT 2,4 MB