Der Verein Hamburger Spediteure (VHSp) hat am 24. Juli 2014 ein Diskussionspapier für eine smartere Hinterlandabfertigung im Hamburger Hafen veröffenticht. Der VHSp möchte mit diesem Papier die Vorschläge des Hamburger Speditionsgewerbes in die laufenden Diskussionen einbringen und so seinen Beitrag dazu leisten, um den Hamburger Hafen wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen.

Bekanntermaßen kommt es seit einigen Monaten vor allem an bestimmten Hamburger Containerterminals zu Abfertigungsengpässen. Die Gründe, die zur Eskalation der Situation geführt haben, sind vielschichtig und je nach Interessenlage pendelt die Verantwortung dafür zwischen den beteiligten Terminalbetreibern, Reedereien und Containertruckern hin und her. Leidtragender der Abfertigungsengpässe sind die Kunden des Hamburger Hafens und denen ist es gleichgültig, ob nun schlechtes Wetter auf den Weltmeeren, treibstoff- und kostensparende Schiffsreisegeschwindigkeiten, Platzmangel oder unzureichende Personalausstattungen ursächlich für die Probleme sind. Statt die Verantwortung für die Probleme immer bei jemand anders zu suchen oder in endlosen „Spitzengesprächen“ um den heißen Brei herumzureden, möchte der VHSp mit konkreten Vorschlägen eine lösungs- und nicht interessengetriebene Diskussion anstoßen, an deren Ende eine kurzfristige Realisierung der im Konsens abgestimmten Maßnahmen stehen muss. Dass es nicht den einen Schalter gibt, den man nur umlegen muss und alles wendet sich zum Guten, ist selbstverständlich. Der VHSp nimmt für sich auch nicht in Anspruch, die einzig wahren Maßnahmen identifiziert zu haben, aber er ist davon überzeugt, dass jeder einzelne Punkt ein Mosaikstein sein kann, um den Hamburger Hafen wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Oberstes Ziel aller Beteiligten muss es sein, den Standort Hafen Hamburg für die Zukunft leistungsfähig und attraktiv für die verladende Wirtschaft zu gestalten. Die Hinterlandabwicklung muss planbarer und damit auch wieder wirtschaftlich tragbarer für die Hafenkunden werden. In einem ersten Treffen am gestrigen Mittwoch wurde der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) das Papier vorgestellt. Es wurden bereits einige Aspekte identifiziert, die nunmehr kurzfristig mit einem erweiterten Teilnehmerkreis in konkrete Projekte umgesetzt werden sollen.

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