Der Feldversuch mit Lang-Lkw verläuft laut Zwischenbericht der Bundesagentur für Straßenwesen (BASt) erfolgreich. Die Fahrzeuge fahren sicher und umweltfreundlich und verursachen keinen Verlagerungseffekt von der Schiene auf die Straße. Dies ist das Ergebnis des BASt-Zwischenberichts, der am 16. September 2014 vorgelegt wurde.

Der Bericht (http://www.bast.de/DE/FB-V/Fachthemen/v1-lang-lkw/v1-lang-lkw.html) kommt zu folgenden Ergebnissen:

1.    Der Einsatz von Lang-Lkw bewirkt keine Transportverlagerungen von der Schiene auf die Straße.
2.    Ein erhöhter Erhaltungsaufwand für die Infrastruktur kann im Zusammenhang mit der Nutzung von Lang-Lkw nicht festgestellt werden.
3.    Die Effizienzgewinne und Kraftstoffeinsparungen liegen zwischen 15 und 25 Prozent.
4.    Es gibt keine Hinweise auf größeren Stress oder eine erhöhte psychologische Beanspruchung der Fahrer.
5.    Das Bremsverhalten der eingesetzten Fahrzeuge ist unproblematisch.

 

Am Feldversuch des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) für Lang-Lkw, der im Januar 2012 gestartet wurde, beteiligen sich derzeit 39 Unternehmen mit 80 Lang-Lkw. Das Positivnetz umfasst eine Länge von fast 10.150 Kilometern. Der Feldversuch wird wissenschaftlich von der BASt begleitet und läuft bis Ende 2016. Im Laufe dieser Untersuchungs- und Validierungsphase soll eine Vielzahl an Fragen zu Lang-Lkw relevanten Themenkreisen beantwortet werden.
 
Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) sieht in den vorliegenden Ergebnissen des Zwischenberichts eine weitere Bestätigung für seine Auffassung, dass Innovative Nutzfahrzeuge wie der Lang-Lkw einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung im Güterverkehr leisten können und dass der Lang-Lkw die Anzahl der Fahrten, den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen reduziert. Die Erkenntnisse belegen insbesondere die Überzeugung des DSLV, dass der Lang-Lkw und der Schienenverkehr sich gegenseitig ergänzen und nicht schaden.

Typ Dokument (Download) Dateigröße
pdf Pressemitteilung zum BASt-Zwischenbericht 88,2 KB