Nach der DSLV-Branchenerhebung 2010 (Zahlen-Daten-Fakten aus Spedition und Logistik 2010) nutzen 70 Prozent der Spediteure und Lagereibetriebe elektronische Transportmarktplätze, um Frachtraum einzukaufen, Transportkapazitäten anzubieten, an Ausschreibungen teilzunehmen oder auch als Transaktionsplattformen für geschlossene Benutzergruppen.

Das Marktpotenzial für Frachtbörsen liegt nach Experteneinschätzungen bei rund zehn bis fünfzehn Prozent des Transportaufkommens. Dies entspräche bezogen auf das Jahr 2010 einer Gütermenge zwischen 63 und 95 Mio. Tonnen, die im Fernverkehr (mehr als 150 km) von deutschen Lkw des gewerblichen Güterkraftverkehrs bewegt wurden.

Ausschließlich geschlossene Frachtbörsen, die von Verladern oder Spediteuren betrieben werden, sind in dieser Marktübersicht nicht enthalten. Geführt werden jedoch Betreiber offener Frachtbörsen, die für Großauftraggeber auf ihrer Plattform auch geschlossene Bereiche einrichten, zu denen nur Transportunternehmen Zugang haben, die hierfür vom Verlader oder Spediteur zugelassen werden.

Die vom DSLV aktualisierte Übersicht von Frachtbörsen, Auktionen und Transaktionsplattformen umfasst 23 Anbieter. Das Transaktionsvolumen aus Angebot und Nachfrage im Landverkehr konzentriert sich anscheinend auf nur wenige Anbieter von elektronischen Transportmarktplätzen.

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