VERSA – die Vereinigung der Sammelgutspediteure im DSLV

Die Vereinigung der Sammelgutspediteure im DSLV ist ein Zusammenschluss mittelständischer Sammelgutspediteure. Die Vereinigung wurde am 11. April 2000 in Bonn gegründet. Sie hat Ende des Jahres 2008 genau 206 Mitglieder. Nach der Satzung können kleine und mittlere Speditionsunternehmen Mitglied werden, die sich im Stückgut- oder Sammelladungsverkehr betätigen. Weiteres Erfordernis ist, dass diese Spediteure gleichzeitig einem Landesverband des Bundesverbandes Spedition und Logistik angehören. Der Jahresbeitrag der Vereinigung beträgt 150 Euro.

1. Der Tarif für den Spediteursammelgutverkehr

Zielsetzung der Vereinigung ist es, durch die Empfehlung von Preisen, Geschäfts- und Zahlungsbe-dingungen die Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Sammelgutspediteure zu verbessern. Zu diesem Zweck hat die Vereinigung ihren Mitgliedern zum 1. September 2000 den „Tarif für den Spedi-teursammelgutverkehr“ als Abrechnungsgrundlage im Stückgutverkehr empfohlen. Dieser Tarif ist als Haus-Haus-Tarif mit relativ wenigen Gewichts- und Entfernungsstufen ausgestaltet. Tarifaufbau und Tarifniveau berücksichtigen sowohl die Kosten der Leistungserstellung, als auch die Gegebenheiten des Marktes. Seit der Einführung des Tarifes als unverbindliche Preisempfehlung sind die folgenden Preisanpassungen vorgenommen worden:

-    1. Mai 2001:          + 5,0 %        -    1. Oktober 2005:        + 3,6 %
-    1. Februar 2002:    + 3,9 %        -    1. September 2006:    + 3,6 %   
-    1. Februar 2003:    + 3,9 %        -    1. September 2007:    + 6,9 %
-    1. Januar 2004:      + 3,9 %        -    1. September 2008:    + 6,2 %

Die Tarifanhebungen in den letzten beiden Jahren sind insbesondere auf die Änderung des Arbeits-zeitgesetzes und den daraus resultierenden Personalkostensteigerungen zurückzuführen. Diese haben laut Studie des Fraunhofer Institutes zu einem Anstieg der Transportkosten von durchschnittlich 9,4 Prozent geführt. Hinzu kommen die Kostenauswirkungen zunehmender Auflagen im Security-Bereich wie die internationalen Compliance-Anforderungen.

Was den mittel- bis langfristig zu verzeichnenden Anstieg der Kraftstoffkosten angeht, gehen diese gerade nicht in die Preisanpassungen ein. Hier empfiehlt die Versa ihren Mitgliedsunternehmen die Vereinbarung variabler Preisgleitklauseln mit den Verladerkunden. Preisgleitklauseln sollten sich an offiziellen Dieselpreisstatistiken orientieren, wie sie etwa monatlich vom Statistischen Bundesamt herausgegeben werden.

2. Die Mautgebühren für den Spediteursammelgutverkehr

Zum 1. Juni 2003 hat die Versa eine zweite Mittelstandsempfehlung herausgegeben: Die Mautgebühren für den Spediteursammelgutverkehr. Die sich durch die Einführung der Lkw-Maut je nach Marktsegment (Stückgut, Teilladungen und Ladungen) ergebenden Kostensteigerungen in Höhe von 3 bis 15 Prozent allein durch direkte Mautkosten konnten die Spediteure weder durch Rationalisierungsmaßnahmen auffangen noch aus der ohnehin schmalen Gewinnmarge selbst tragen. Zusätzlich zu berücksichtigen sind die indirekten Mautkosten und die Maut für Leerkilometer.

Mit dieser Empfehlung verfolgt die Vereinigung das Ziel, ihren Mitgliedern eine allgemein anerkannte Abrechnungsgrundlage zur Weiterberechnung der Lkw-Maut an die Hand zu geben. Den Tabellen lag bei Einführung der Maut der damals offizielle durchschnittliche Mautsatz von 12,4 Cent pro mautpflichtigem Kilometer zugrunde. Anlässlich der zum 1. September 2007 erfolgten Anhebung der Maut auf durchschnittlich 13,5 Cent sind die Mautzuschläge der Versa nicht erhöht worden.

Bei der drastischen Anhebung der Lkw-Maut ab 1. Januar 2009 steigen die Mautsätze in den einzelnen Emissionsklassen der Lkw zwischen 41 und 89 Prozent. Mangels realistischer Angaben von Seiten des Bundesverkehrsministeriums hat die Versa im Rahmen einer internen Strukturerhebung einen durchschnittlichen Mautsatz von 18,6 Cent pro Kilometer für die Fahrzeugflotte ihrer Mitglieder ermittelt und zur Grundlage der neuen Mautgebührentabellen für den Spediteursammelgutverkehr gemacht. Damit ergibt sich ein Anstieg der empfohlenen Mautzuschläge um genau 50 Prozent ab 1. Januar 2009.


Der von der Vereinigung empfohlene Sammelguttarif sowie die Empfehlung der Mautgebühren für den Spediteursammelgutverkehr sind die einzigen im Verkehrssektor bestehenden Preisempfehlungen mittelständischer Unternehmer. Die von diesen so genannten Mittelstandsempfehlungen ausgehenden Signalwirkungen hinsichtlich Erhöhungszeitpunkt und Erhöhungsausmaß hilft allen Mitgliedern bei der Durchsetzung höherer Ent

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Vorsitz / Geschäftsführung

Vereinigung der Sammelgutspediteure im DSLV
Weberstraße 77
53113 Bonn

Telefon (0228) 9 14 40-23
Telefax (0228) 9 14 40-723
E-Mail: versa@dslv.spediteure.de
Geschäftsführer: Yorick M. Lowin

Vorstand:
Peter Nowatzki (Vorsitzender), Nowatzki Logistik, Hildesheim
Olaf Bienek (Stellv. Vorsitzender), Kunzendorf Spedition, Berlin
Knut Lappen, Gebr. Sauels, Nettetal
Ingolf Heuring, Streck Transport, Freiburg
Wolfgang Stromps, Stromps + Co., Krefeld
Friedrich Wendt, Friedrich H. H. Wendt, Hamburg

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